Vaše prosba k Panně Marii Svatohorské

Visual CAPTCHA
 

1. června 2008

Maria, Mutter des prachtvollsten Lebens, das die Welt je sah

Mons. Diego CauseroDie Predigt, die während der Heiligen Messe um 9 Uhr zum Anlass der Krönungsfeier vorgetragen wurde

 

 

Hochwürdige Priester,
liebe Schwestern und Brüder in Christus,

heute feiern wir das Jubiläum der am 22. Juni 1732 stattgefundenen Krönung der Madonna von Svatá Hora. Es war eine glänzende Feier, die acht Tage dauerte. Es ist ein Zeichen der Frömmigkeit, wenn wir uns an sie jedes Jahr erinnern, um zusammen mit denjenigen, die uns vorangegangen sind, zu erklären, dass die Jungfrau Maria, Mutter unseres Herrn, auch unsere Mutter und Königin ist.

Zu dieser Gelegenheit können wir unwillkürlich beten: „Sei gegrüßt, o Königin! Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Süßigkeit, unsere Hoffnung, sei gegrüßt! ... O wende, unsere Fürsprecherin, deine mitleidigen Augen uns zu. ... O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria."

• Das Heiligtum von Svatá Hora ist nur ein Stern eines großen Sternbildes von den Kirchen, die in allen Teilen der Welt der Muttergottes geweiht sind.

Warum verehren alle christlichen Gemeinschaften die Jungfrau Maria mit der Frömmigkeit, die voll von Zärtlichkeit und Vertrauen ist? Da wir mit der Kraft des Glaubens und von ganzem Herzen fühlen, dass die Jungfrau Maria Mutter und Königin ist, die uns in der Menschlichkeit und Barmherzigkeit nah ist, die eine sehr mächtige Fürbitte beim König hat, der Gott selbst, Vater, Sohn und Heiliger Geist ist.

Im Glauben können wir am Kompliment des heiligen Bernhards, mit dem er sich an die Madonna wendet, beteiligt werden: „Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, dass es noch nie gehört worden ist, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht genommen hat und um deine Fürbitte gefleht, von dir sei verlassen worden. ... O Mutter des Ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Bitte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich." Die Fürbitte der Jungfrau Maria ist allmächtig, sagt derselbe Heilige; das Herzen Jesu ist wirklich empfindlich gegen die Bitten der Mutter. Ein Papst schrieb: „O Mutter, Königin, die immer wach bist, bitte für uns beim König aller Könige, den du zeugtest," bitte für uns, dass derjenige, dem du das Leben gabst, deine Fürbitte nicht ablehnen könnte.

Maria ist Königin, denn sie ist die Mutter Christi, des Königs. Sie ist Königin, weil sie von Heiligkeit und Milde glänzt; weil sie die Gute aller Schöpfungen in sich einigt. Und wir bitten im Vertrauen: „Sei gegrüßt, o Königin! Mutter der Barmherzigkeit."

An diesem Tag bitten wir die Königin der böhmischen Länder. Bitten Mons. Diego Causero während der Predigtwir, dass der Glaube zurückkehrt und wächst; bitten wir für die Bischöfe und Priester, dass sie eifrige und unermüdliche Apostel des Evangeliums in Wort und Tat werden; bitten wir für Kardinal Miloslav Vlk, der sich von den Folgen eines Übels und der Operation erholt; bitten wir für uns, dass wir die Gute des Herzens Christi in unserem Sprechen und Tun zeigen; bitten wir für diejenigen, die herrschen, dass sie ehrenhaft und weise regieren; bitten wir für geistliche Berufungen, dass der Stolz in die Familien wiederkommt, einen Sohn oder eine Tochter dem Gott geben zu können, damit sie uns die Wege der Heiligkeit und der Liebe zeigen.

Segne, o Jungfrau und Königin, dieses Land, das sich abkehrte und sich schämt, das Evangelium zu verkünden.

• Heute haben wir im Evangelium über die Begegnung zwischen der Jungfrau Maria und Elisabet gelesen. Wir haben diesen Abschnitt (auch) wegen des Grußes, mit dem Elisabet die Jungfrau Maria empfängt, gelesen: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" Dieser Ausdruck „Mutter meines Herrn" ist geeignet, um anzunehmen, dass die Jungfrau Maria Mutter und Königin ist.

In diesem Abschnitt gibt es noch mehr: „Gesegnet ist die Frucht deines Leibes," sagt Elisabet, die dann hinzufügt: „In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freunde in meinem Leib."

Da handelt es sich um ein Treffen von zwei Frauen, die von der unerwarteten Fruchtbarkeit gebenedeit sind: eine, von der man sagte, dass sie unfruchtbar sei; andere war Jungfrau. Denn für Gott ist nichts unmöglich, trugen sie in ihrem Leib den Vorgänger (von dem Jesus sagt: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes der Täufer) und den Sohn Gottes, unseren Herrn Jesus. Die zwei Mütter frohlocken über zwei noch nicht geborene Kinder, die die Zukunft und Erlösung aller Menschen sind.

Es ist eine Szene, die von Menschlichkeit und Zärtlichkeit erfüllt ist, die den riesigen Wert des Lebens von seiner Empfängnis verkündet und die die Bewegung und die Mutterfreude mitteilt. Christus, indem er als Mensch geboren ist, gibt Würde und Wert der Geburt jedes Kindes und der Mutterschaft jeder Mutter.

Diese Szene, die ein Lobgesang des Lebens ist, stößt mit dem moralischen Problem der abgelehnten Mutterschaften und mit dem Opfer der infolge der Befürchtungen, des Egoismus, der Verantwortungslosigkeit nie geborenen Kinder zusammen. Die Abtreibung ist ein gesellschaftlicher Untergang und eine ernsthafte moralische Verkehrtheit, gegen die die Kirche, im Namen Christi, die Würde jedes menschlichen Lebens, von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende, verkündet. Es ist eine Berufung und eine Pflicht der Kirche - der Bischöfe, der Priester, der Ordensbrüder und Ordensschwestern und der Gläubigen -, zu Gunsten des Lebens, das verletzbar und wehrlos ist, gegen die gesellschaftliche Stellung zu sprechen und zu handeln, die oft als „Kultur des Todes" definiert wird, die die Vernichtung der ungeborenen Kinder über alle Maßen erlaubt.

Ich habe nicht vor, die von vielen Legislativen erlaubte und gewahrte Abtreibungsfrage erschöpfend zu behandeln. Niemand kann sich doch die Hände waschen, weil nicht alles, was legal ist, moralisch ist. Wir sind berufen, das Leben im Predigen, in Gesprächen, in den Wahlen zu verteidigen. Wir brauchen eine Gesellschaft zu erbauen, die das neue Leben mit Freunde annimmt, die gegen die Philosophie ist, die die Vernichtung der im Mutterleib versteckten Kinder erlaubt und die diesem Verbrechen den Titel des Menschenrechtes erteilen will.

Maria, Mutter des prachtvollsten Lebens, das die Welt je sah, bitte für uns, dass die Gesellschaft und die Gesetze die Mütter und die Familien in Schutz nehmen und ihnen helfen.

• Ich möchte mit den Worten des heiligen Bernhards zum Schluss kommen: „Mitten in Gefahren, Nöten und Unsicherheiten denke an Maria, rufe Maria an. Ihr Name weiche nicht aus deinem Mund, weiche nicht aus deinem Herzen. Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangest, vergiss nicht ihr Vorbild nachzuahmen. Folge ihr, dann wirst du dich nicht verirren, rufe sie an, dann kannst du nicht verzweifeln, denk an sie, dann irrst du nicht. Hält sie dich fest, kannst du nicht fallen; schützt sie dich, dann fürchte nichts; führt sie dich, wirst du nicht müde; ist sie dir gnädig, dann kommst du sicher ans Ziel."

Amen.

© 2003-2009, Oficiální­ webové stránky Svaté Hory, všechna práva vyhrazena.
Stránky vznikly za podpory grantového programu EU, SROP "Religiózní­ turistika na Svaté Hoře".
Grantový program EU, SROP - Religiózní­ turistika na Svaté Hoře
Kontakt: Ří­mskokatolická farnost u kostela Nanebevzetí­ Panny Marie Příbram - Svatá Hora, Svatá Hora 591, 261 80 Pří­bram
tel. +420 318 429 930, fax +420 318 429 934, e-mail: basilica@svata-hora.cz
Otevírací doba: Pondělí­ - sobota: 6:30 - 18:00, neděle: 6:30 - 17:00
Provozováno na redakčním systému Evolution Publishing (EP), produktu společnosti NGS.